Dr. Emilia Margoni
AvH Research Fellow
Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie, MCMP
AvH Research Fellow
Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie, MCMP
Emilia Margoni ist seit 2026 als Humboldt-Stipendiatin am MCMP tätig. Zuvor war sie von 2024 bis 2026 als SNF-Postdoktorandin in Genf beschäftigt. Sie promovierte 2024 in Philosophie und verfügt außerdem über einen Masterabschluss in Philosophie (2020), einen Masterabschluss in Physik der Materie (2017) sowie einen Bachelorabschluss in Physik (2015).
Emilias zentrale Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von theoretischer Physik und Metaphysik. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere der ontologische Status der Raumzeit in Ansätzen der Quantengravitation sowie inter- und intratheoretische Beziehungen zwischen verschiedenen physikalischen Rahmenwerken. Ihre Dissertation widmete sich dem Group-Field-Theory-Ansatz zur Quantengravitation als einem Vereinheitlichungsprojekt in der Physik, das neue und aufschlussreiche Perspektiven auf Grundlagenfragen der Physik, der Erkenntnistheorie und der Metaphysik eröffnet. Während ihres Postdoc-Aufenthalts in Genf untersuchte sie mögliche Zugänge zum Verständnis von Kausalität in der Quantengravitation, mit einem besonderen Fokus auf die Kausalmenge-Theorie (Causal Set Theory). Im Rahmen ihres Humboldt-Stipendiums mit dem Titel „Critical phenomena and the open systems view. Towards a novel, anti-fundamentalist framework“ verfolgt sie das Ziel, die Fruchtbarkeit der Perspektive offener Systeme für eine Klasse von Phänomenen in der Festkörperphysik auszuloten.